Reitsportgemeinschaft Berlin-Brandenburg e.V.



Satzung
der Reitsportgemeinschaft Berlin-Brandenburg (RSG B-B) e.V.
§ 1
Name, Rechtsform und Sitz des Vereins
Der Pferdesportverein Reitsportgemeinschaft Berlin-Brandenburg e.V. mit dem Sitz in
14513 Teltow ist in das Vereinsregister bei dem Amtsgericht in Potsdam eingetragen.
Der Verein ist Mitglied des Kreissportverbandes Potsdam-Mittelmark und durch den
KRV Potsdam-Mittelmark Mitglied des Landesverbands Pferdesport Berlin-Brandenburg
e.V. und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN).
§ 2
Zweck und Aufgaben des Vereins, Gemeinnützigkeit
1. Der RSG B-B verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne
des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck des
Vereins ist:
1.1.die Förderung des Reit-, Fahr- und Voltigiersports aller Personen, insbesondere
der Jugend im Rahmen der Jugendpflege durch Reiten, Fahren und Voltigieren;
1.2.die Ausbildung von Reiter, Fahrer und Pferd in allen Disziplinen;
1.3.ein breit gefächertes Angebot in den Bereichen des Breiten- und Leistungssports
aller Disziplinen;
1.4.die Förderung des Tierschutzes bei der Haltung und im Umgang mit Pferden;
1.5.die Interessenvertretung des Vereins im Rahmen seiner gemeinnützigen Tätigkeit
gegenüber den Behörden und Organisationen auf der Ebene der Gemeinde
und im Kreisreiterverband;
1.6.die Förderung des Natur- und Umweltschutzes;
1.7.die Förderung des Reitens in der freien Landschaft zur Erholung im Rahmen
des Breitensports und die Unterstützung aller Bemühungen zur Pflege der
Landschaft und zur Verhütung von Schäden;
1.8.die Förderung des Therapeutischen Reitens;
1.9.die Mitwirkung bei der Koordinierung aller Maßnahmen zur Verbesserung der
Infrastruktur für Pferdesport und Pferdehaltung im Gemeindegebiet.
2. Der Satzungszweck wird verwirklicht durch Förderung sportlicher Übungen und Leistungen,
sowie Tätigwerden zu in Ziff. 1 genannten Zwecken.
3. Durch die Erfüllung seiner Aufgaben verfolgt der Verein selbstlos, ausschließlich
und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51 bis 68 der Abgabenordnung;
er enthält sich jeder parteipolitischen und konfessionellen Tätigkeit.
4. Der Verein verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
5. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Die Mitglieder dürfen keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder
auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
6. Der Verein darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd
sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.
7. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen
Zwecks darf das Vermögen des Vereins nur für steuerbegünstigte Zwecke verwendet
werden (vgl. § 12).
§ 3
Erwerb der Mitgliedschaft
1. Mitglieder können natürliche Personen, juristische Personen und Personenvereinigungen
werden. Die Mitgliedschaft wird durch Beitrittserklärung und deren Annahme
erworben. Die schriftliche Beitrittserklärung ist an den Vorstand des Vereins zu richten;
bei Kindern und Jugendlichen bedarf sie der schriftlichen Zustimmung der gesetzlichen
Vertreter. Personen, die bereits einem Reit- und Fahrverein angehören,
müssen eine Erklärung über die Stamm-Mitgliedschaft im Sinne der LPO hinzufügen.
Änderungen in der Stamm-Mitgliedschaft sind dem Verein unverzüglich mitzuteilen!
Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme. Bei Ablehnung kann die Entscheidung
der Mitgliederversammlung gefordert werden.
2. Personen, die den Verein uneigennützig bei der Erfüllung seiner satzungsgemäßen
Aufgaben persönlich, finanziell oder materiell zu unterstützen bereit sind, können
vom Vorstand als fördernde Mitglieder aufgenommen werden.
3. Die Mitgliederversammlung kann verdienten Mitgliedern und anderen Persönlichkeiten,
die den Reit- und Fahrsport und die Vereinsarbeit wesentlich gefördert haben,
die Ehrenmitgliedschaft verleihen.
4. Mit dem Erwerb der Mitgliedschaft unterwerfen sich die Mitglieder den Satzungen
und Ordnungen des RSG B-B, des Kreisreiterverbandes, des Regionalverbandes,
des Landesverbandes und der FN.
§ 3a
Verpflichtung gegenüber dem Pferd
1. Die Mitglieder sind hinsichtlich der ihnen anvertrauten Pferde verpflichtet, stets die
Grundsätze des Tierschutzes zu beachten, insbesondere
1.1.die Pferde ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen zu ernähren, zu pflegen
und verhaltens- und tierschutzgerecht unterzubringen,
1.2.den Pferden ausreichend Bewegung zu ermöglichen,
1.3.die Grundsätze verhaltens- und tierschutzgerechter Pferdeausbildung zu wahren,
d.h. ein Pferd nicht unreiterlich zu behandeln, z.B. zu quälen, zu misshandeln
oder unzulänglich zu transportieren.
2. Auf Turnieren unterwerfen sich die Mitglieder der Leistungs-Prüfungs-Ordnung
(LPO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) einschließlich ihrer Rechtsordnung.
Verstöße gegen die dort aufgeführten Verhaltensregeln (§ 920 LPO) können
gem. § 921 LPO mit Verwarnung, Geldbußen und/oder Sperren geahndet werden.
Außerdem können dem Mitglied die Kosten des Verfahrens auferlegt und die Ent -
scheidung veröffentlicht werden.
3. Verstöße gegen das Wohl des Pferdes können durch LPO-Ordnungsmaßnahmen
auch geahndet werden, wenn sie sich außerhalb des Turnierbetriebes ereignen.
§ 4
Beendigung der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.
2. Die Mitgliedschaft endet mit dem Ablauf des Geschäftsjahres, wenn das Mitglied sie
bis zum 15. November des Jahres schriftlich kündigt.
3. Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es
· gegen die Satzung oder gegen satzungsgemäße Beschlüsse verstößt, das Vereinsinteresse
schädigt oder ernsthaft gefährdet oder sich eines unsportlichen
oder unkameradschaftlichen Verhaltens schuldig macht;
· gegen § 3a (Verpflichtung gegenüber dem Pferd) verstößt,
· seiner Beitragspflicht trotz Mahnung länger als 6 Monate nicht nachkommt.
Über den Ausschluss entscheidet der Ehrenrat. Das ausgeschlossene Mitglied kann
den Ausschluss binnen vier Wochen durch schriftlich begründete Beschwerde anfechten,
über die die Mitgliederversammlung entscheidet. Bis zur endgültigen Entscheidung
ruht die Mitgliedschaft.
§ 5
Geschäftsjahr und Beiträge
1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
2. Beiträge, Aufnahmegelder und Umlagen werden von der Mitgliederversammlung
festgesetzt.
Umlagen können bis zu einem jährlichen Betrag von 50 Euro festgesetzt werden,
die zu den in § 1 genannten Vereinszwecken zur Deckung eines Finanzbedarfs erforderlich
sind und aus regelmäßigen Beiträgen nicht erfüllt werden können.
3. Beiträge sind im Voraus zu zahlen. Soweit die Mitgliederversammlung keine Entscheidung
getroffen hat, wird die Zahlungsweise von Aufnahmegeldern und Umlagen
durch den Vorstand bestimmt.
§ 6
Organe
Die Organe des Vereins sind
· die Mitgliederversammlung und
· der Vorstand.
§ 7
Mitgliederversammlung
1. Im ersten Vierteljahr eines jeden Jahres findet eine ordentliche Mitgliederversammlung
statt. Der Vorstand kann jederzeit eine außerordentliche Mitgliederversammlung
einberufen; er muss dies tun, wenn es von mindestens 1/3 der Mitglieder unter
Angabe der Gründe beantragt wird.
2. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder seinem Vertreter durch
schriftliche Einladung an die Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
Zwischen dem Tage der Einberufung und dem Versammlungstage müssen zwei
Wochen liegen.
3. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Anwesenden beschlussfähig.
4. Anträge zur Tagesordnung sind spätestens eine Woche vor dem Versammlungstage
schriftlich beim Vorstand einzureichen. Später gestellte Anträge werden nur behandelt,
wenn die Mitgliederversammlung dies mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden
Mitglieder beschließt.
5. Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Soweit die Satzung nichts anderes bestimmt,
entscheidet die einfache Mehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme
des Vorsitzenden den Ausschlag.
6. Wahlen erfolgen durch Handzeichen, auf Antrag von 1/3 der anwesenden Mitglieder
durch Stimmzettel. Gewählt ist, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen auf
sich vereinigt. Erhält keiner der Kandidaten die Mehrheit, findet zwischen den beiden
Kandidaten mit den höchsten Stimmenzahlen eine Stichwahl statt. Bei Stimmengleichheit
entscheidet das vom Vorsitzenden zu ziehende Los. Stimmberechtigt
ist jedes persönlich anwesende Vereinsmitglied mit einer Stimme. Stimmübertragung
ist nicht zulässig.
7. Jugendliche und Kinder haben kein Stimmrecht. Jedes Mitglied unter 18. Jahre
kann bei Wahlen von einem gesetzlichen Vertreter (Erziehungsberechtigten) vertreten
werden.
8. Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die die Beschlüsse
im Wortlaut und die Ergebnisse von Wahlen verzeichnen muss. Sie ist
vom Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterschreiben.
§ 8
Aufgaben der Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung entscheidet über
· die Wahl des Vorstandes
· die Wahl der Mitglieder des Ehrenrats,
· die Wahl von zwei Kassen- und Rechnungsprüfern,
· die Jahresrechnung,
· die Entlastung des Vorstandes,
· die Beiträge, Aufnahmegelder und Umlagen,
· die Änderung der Satzung und die Auflösung des Vereins und
· die Anträge nach § 3 Abs. 1 letzter Satz, Abs. 3 und § 7 Abs. 4 dieser Satzung.
Beschlüsse über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins bedürfen
einer Mehrheit von ¾ der anwesenden Mitglieder.
§ 9
Vorstand
1. Der Verein wird von dem Vorstand geleitet.
2. Dem Vorstand gehören an:
· der Vorsitzende,
· der stellvertretende Vorsitzende,
· der Jugendwart,
· Schriftführer,
· Kassenwart
3. Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der Vorsitzende und der stellvertretende Vor -
sitzende; jeder ist allein vertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis ist der stellvertretende
Vorsitzende nur im Falle der Verhinderung des Vorsitzenden zur Vertretung
befugt.
4. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von vier Jahren gewählt.
Wiederwahl ist möglich. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während seiner
Amtszeit aus, ist von der nächsten Mitgliederversammlung eine Ergänzungswahl
durchzuführen; scheiden der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende während
ihrer Amtszeit aus, ist innerhalb von zwei Monaten die Mitgliederversammlung
einzuberufen, die die Ergänzungswahl durchführt.
5. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend
ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit
gilt ein Antrag als abgelehnt.
6. Über die Sitzungen des Vorstandes ist eine Niederschrift anzufertigen, die die Gegenstände
der Beratungen und die Beschlüsse verzeichnen muss. Sie ist vom Vorsitzenden
und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen.
§ 10
Aufgaben des Vorstandes
Der Vorstand entscheidet über
· die Vorbereitung der Mitgliederversammlung und die Ausführung ihrer Beschlüsse,
· die Erfüllung aller dem Verein gestellten Aufgaben, soweit die Entscheidung
nicht der Mitgliederversammlung nach dieser Satzung vorbehalten ist, und
· die Führung der laufenden Geschäfte.
§ 11
Ehrenrat
1. Der Ehrenrat besteht aus einem Obmann und zwei Beisitzern. Seine Mitglieder dürfen
kein anderes Amt im Verein bekleiden und sollen nach Möglichkeit über 35 Jahre
alt sein. Sie werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren
gewählt. Wiederwahl ist zulässig.
2. Der Ehrenrat entscheidet mit bindender Kraft über Streitigkeiten und Satzungsverstöße
innerhalb des Vereins, soweit der Vorfall mit der Vereinszugehörigkeit in Zusammenhang
steht und nicht die Zuständigkeit eines Schiedsgerichts nach der LPO
gegeben ist.
3. Er tritt auf Antrag jedes Vereinsmitgliedes zusammen und beschließt nach mündlicher
Verhandlung, nachdem den Betroffenen Zeit und Gelegenheit gegeben ist,
sich wegen der erhobenen Anschuldigungen zu verantworten und zu entlasten.
4. Er darf folgende Strafen verhängen:
a) Verwarnung;
b) Verweis;
c) Aberkennung der Fähigkeit, ein Vereinsamt zu bekleiden mit sofortiger Suspendierung;
d) Ausschluss von der Teilnahme am Sportbetrieb bis zu 2 Monaten;
e) Ausschluss aus dem Verein.
5. Jede den Betroffenen belastende Entscheidung ist diesem schriftlich mitzuteilen
und zu begründen.
6. Der Ehrenrat entscheidet über den Ausschluss von Mitgliedern gem. § 4.
§ 12
Auflösung
1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer besonderen, zu diesem Zweck mit einer
Frist von einem Monat einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung
mit einer Mehrheit von ¾ der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
2. Im Falle der Auflösung des Vereins fällt das Vermögen des Vereins an den Landesverband
Pferdesport Berlin-Brandenburg e.V., Passenheimer Str. 30, 14053 Berlin,
der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecken zu verwenden
hat.
Satzung RSG B-B November 2011

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